Der Fachkräftemangel ist kein Geheimnis – doch wenn es um Führungskräfte geht, fehlt es im Mittelstand selten an talentierten Frauen. Im Gespräch mit dem Mittelstand-Magazin erklärt unsere Frankfurter Kollegin und Hunting/Her-Partnerin Fiona Ruff warum das Problem vielmehr oft in der Art und Weise liegt, wie nach gezielt auch nach Kandidatinnen gesucht und diese bewertet werden.
Unsere Praxis als „führende Personalberatung für Frauen“ (DIE ZEIT) liefert insbesondere drei zentrale Handlungsfelder, die jedes mittelständische Unternehmen sofort angehen kann.
1. Der Wettbewerb um Spitzenteam‑Profile ist härter denn je
Mittelständische Unternehmen stehen heute in direkter Konkurrenz zu globalen Marken, wenn es um Top‑Talente geht. Während große Konzerne mit umfangreichen Budgets und bekannten Arbeitgeber‑Brands punkten, muss der Mittelstand mit einer klaren Positionierung und einer authentischen Arbeitgeber‑Story überzeugen.
Was hilft?
Definieren Sie ein überzeugendes Leitbild, das Werte wie Innovationskraft, Nachhaltigkeit und persönliche Entwicklung hervorhebt.
Nutzen Sie gezielte Employer‑Branding‑Kampagnen (z. B. Storytelling‑Videos, Erfahrungsberichte von aktuellen Führungsfrauen) – so werden Sie im Wettbewerb sichtbar.
2. Ein großer Teil des Talentmarktes bleibt unsichtbar
Viele qualifizierte Frauen bewerben sich nicht aktiv, weil sie die richtigen Ansprechpunkte einfach nicht finden. Das bedeutet nicht, dass sie nicht interessiert sind – sie benötigen die passende Ansprache.
Was hilft?
Setzen Sie auf proaktive Sourcing‑Strategien: LinkedIn‑Advanced‑Search, Fach‑Communities und Branchennetzwerke gezielt nutzen.
Entwickeln Sie personalisierte Nachrichten, die konkrete Entwicklungsperspektiven und die Vorteile des Mittelstands (z. B. flache Hierarchien, schnelle Entscheidungswege) betonen.
3. Gezielte Erweiterung des Talent‑Pools – der Schlüssel zum Erfolg
Wer nur auf klassische Recruiting‑Kanäle setzt, verpasst häufig potenzielle Spitzenprofile. Durch ein bewusstes, erweitertes Netzwerk öffnen sich neue Türen zu Führungskräften, die perfekt zu Ihrem Unternehmen passen.
Was hilft?
Mögliche Maßnahmen wären z.B. der Aufbau von Partnerschaften mit Hochschulen, Fachverbänden und Frauen‑Netzwerken,
regelmäßige Talent‑Events oder virtuelle “Meet‑the‑Leader”-Sessions, bei denen Interessentinnen das Unternehmen kennenlernen können oder auch die Implementierung eines langfristigen „Passive‑Candidate‑Managements“, um Talente schon früh zu binden.
Der wichtigste Gedanke: Der Mittelstand ist attraktiv – das muss sichtbar werden!
Im Vergleich zu Konzernen bietet der Mittelstand oft entscheidende Mehrwerte: Schnelle Aufstiegschancen, mehr Eigenverantwortung und ein konkretes Wirken im Unternehmen. Viele Top‑Führungsfrauen schätzen genau diese Aspekte, erkennen sie jedoch nicht sofort.
Ihre Aufgabe als Headhunterin: Diese Vorteile klar kommunizieren, authentisch präsentieren und den Dialog aktiv suchen. So verwandeln Sie den Mittelstand in die erste Wahl für ambitionierte Führungsfrauen.
Fazit: Qualifizierte Frauen sind bereits da – es kommt darauf an, wie Sie sie ansprechen, wo Sie sie finden und welche Botschaften Sie ihnen senden. Mit einem starken Employer‑Brand, proaktivem Sourcing und einem erweiterten Talent‑Pool können Sie den Mittelstand zu einem Magneten für Top‑Führungsfrauen machen. Jetzt handeln und die Zukunft Ihres Unternehmens aktiv mitgestalten gilt insbesondere für den Mittelstand.
Zum Interview mit Fiona Ruff geht es hier: Starke Frauen Interview mit HuntingHer-Headhunter Fiona Ruff
Den ganzen Artikel im Mittelstand-Magazin finden Sie hier: Mittelstand Wettbewerbsvorteil Frauen Headhunter Fiona Ruff.



